25 Jahre Kreisfeuerwehrverband Zwickauer Land e.V.

Am Samstag, dem 24.06.2017 trafen sich trotz der großen Hitze ca. 350 Angehörige der Mitgliederwehren unseres Verbandes zur Festveranstaltung, die in der „Glawatzky – Halle“ in Fraureuth stattfand.   Der Verbandsvorsitzende, Kam. BM Matthias Hofmann, ließ in sehr anschaulicher und auch humoristischer Weise die 25 – jährige Geschichte unseres KFVs nochmals Revue passieren.  Der Vorgänger unseres heutigen Verbandes wurde bereits im Jahre 1881 gegründet und trug den Namen „Feuerwehr – Bezirks – Verband Zwickau und Umgebung. Es war damals 16 Wehren mit insgesamt 1487 Mitgliedern. Im Jahr 1895 wurde dann der Name geändert und hieß „Kreisfeuerwehrverband Zwickau – Glauchau“ mit 54 Mitgliedswehren und 4255 Mitgliedern. Zu Beginn des 1. Weltkrieges im Jahr 1914 waren es dann insgesamt 74 Wehren mit 5304 Mitgliedern. Nach den Kriegswirren wurde im Jahr 1920 wiederum ein neuer Name angenommen und hieß dann „Kreisfeuerwehrverband Zwickau-Glauchau- Werdau“ umbenannt, da es im Vorfeld dazu zur Bildung der Amtshauptmannschaft Werdau kam. 1930 waren in diesem Verband dann 100 Wehren mit insgesamt 7185 Mitgliedern, bevor es im Jahr 1939 aufgrund eines Erlasses zur Auslösung des Verbandes kam.  Nach dem 2.Weltkrieg wurden dann die Feuerwehren in der damaligen sowjetischen Besatzungszone wieder aufgebaut, aber zu DDR – Zeiten war es nicht möglich, dass sich Feuerwehren zu Verbänden zusammenschlossen. Die Feuerwehren erfüllten aber auch zu DDR – Zeiten zum Wohle des Schutzes der Menschen, wie es seit alters her Aufgabe der Feuerwehr war.  Nach der Wende wurden völlig neue Strukturen in die Feuerwehren eingeführt und, wie es in den „alten“ Bundesländern bereits seit Jahrzehnten gängige Praxis war, auch Verbände zu gründen.  Die Gründungsversammlung unseres Verbandes fand dann am 27.10.1992 im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Wiesenburg statt. Zu dieser Versammlung wurde durch das Landratsamt Zwickau eingeladen und es waren aus den damals 45 Freiwilligen Feuerwehren insgesamt 42 Mitglieder anwesend. Zum Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes wurde der Kam. Horst Lenk von der FF Wildenfels gewählt. Die Vorstand wurden gewählt: Christa und Werner Fiedler, Lothar Mehlhorn, Gerhard Haferkorn, Jürgen Fischer und Stephan Leonhardt. Der 1. Kreisjugendfeuerwehrwart war der Kam. Siegmund Hartmann aus der FF Saupersdorf. Die Zeit nach der Neugründung des Verbandes war gekennzeichnet durch die „neue“ Bürokratie, um die Gemeinnützigkeit und die Eintragung in das Vereinsregister zu realisieren.  Weiterhin wurde unser KFV am 19.02.1993 in den Landesfeuerwehrverband Sachsen e.V. aufgenommen.  Durch die Kreisgebietsreform im Jahre 1994 kam es dann zum Zusammenschluss mit dem KFV Werdau.  Am 18.02.1995 hatten wir dann unsere erste Satzung, nach der wir arbeiten konnten.  Im Jahre 1999 wurden die Wehren Mosel, Schneppendorf, Cainsdorf, Oberrothenbach, Schlunzig und Crossen der Stadt Zwickau angegliedert, sodass sie unseren KFV verlassen mussten und im Stadtfeuerwehrverband der Stadt Zwickau ein neues Zuhause fanden.  Im Jahre 2000 konnte mit Stolz berichtet werden, dass alle Wehren im Verbandsgebiet  im KFV Zwickauer Land e.V. Mitglied sind.  2002 wurde die FF Zschocken nach 117 Jahren aufgelöst, was als schade zu bezeichnen ist.       Große Erfolge haben wir in den 25 Jahren unseres Bestehens erreichen können. So wurden z.B. 8 Kreisfeuerwehrtage durchgeführt. Für die Mitgliedswehren unseres Verbandes wurden insgesamt 3 MTWs beschafft, einer davon erst vor wenigen Wochen. Vielen Dank in diesem Zusammenhang an die Logistik –  Firma „Weck und Poller“, die uns sehr unterstützt haben bei dieser Beschaffung und wir somit von sehr guten Konditionen bei dieser Beschaffung sprechen können.  Großen Anteil unserer Arbeit ist die aktive Unterstützung und Einbindung der Kreisjugendfeuerwehr und deren Leitung. Ohne sie und ihre sehr gute Arbeit würde es bei uns in der Nachwuchsgewinnung schlecht aussehen.  Diese Kaderschmiede wurde bisher von folgenden Kameraden geleitet: Siegmund Hartmann, Klaus Zimmermann, Jörg Ehlert und natürlich unserem jetzigen KF – Wart, Kam. Enrico Stritzl. Unter deren Leitung wurden viele Möglichkeiten erschlossen, neue und spannende Dinge in das „Jugendleben“ unseres Nachwuchses zu integrieren. Mittlerweile werden auch gemeinsame Veranstaltungen mit dem Kreisfeuerwehrverband „Chemnitzer Land“ organisiert und durchgeführt.  Die Großveranstaltungen sind hierbei die Jugendlager am Filzteich, das „Bobbycar – Rennen“ und nicht zuletzt die im Vorjahr durchgeführte „Mega – Übung“, an der insgesamt 46 Jugendwehren mit 540 Jugendfeuerwehrmitgliedern und 77 Fahrzeugen teilnahmen.  Einen wichtigen Beitrag zur guten Arbeit unseres Verbandes leisten natürlich auch die Vorstandesmitglieder, die es immer wieder verstehen, im ihrem Wissen und dem nötigen Herzblut unseren Verband am Leben zu erhalten und viele Aktivitäten zu planen und zu organisieren. Hierbei müssen besonders Wettkämpfe, aber auch die jährlichen Ausfahrten der Alters –und Ehrenabteilungen und die Ausfahrt der Frauen angeführt werden. Nicht zuletzt soll erwähnt werden, dass wir auch in den letzten beiden Jahren die Heißausbildung unserer Atemschutzgeräteträger gemeinsam mit dem Landratsamt vorbereitet und durchgeführt haben. An dieser Stelle herzlichen Dank an die „1-energie“, die die finanziellen Voraussetzungen für diese wichtige Ausbildung unterstützte.  Die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der „Kreisbrandmeisterei“ ist als sehr gut zu bezeichnen. Im FTZ haben wir seit Jahren die Geschäftsstelle untergebracht. Im Gegenzug sponserte der Verband alle Tische und Sitzgelegenheiten dort und wir haben somit unseren Beitrag im Bereich der Durchführung der Kreisausbildungen und der Beratungen geleistet.  Feuerwehrfreundschaften habe wir mit dem KFV Darmstadt – Dieburg und der Feuerwehr Kosmonossy aus Tschechien. Von beiden Gremien konnte zum Festakt je eine Delegation begrüßt werden.   Einen nicht geringen Teil unserer Arbeit lebt von Sponsoring. Hier muss in diesem Zusammenhang die Sparkasse Zwickau Erwähnung finden, die uns neben ihrer jährlichen Zuwendung im vergangenen Jahr die Rauchschutzvorhänge für unsere Wehren beschaffen. Auch gibt es viele Spender, die die Kreisjungendfeuerwehr finanziell unterstützt und somit einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsarbeit leistet. Auch die jährlichen Zuweisungen aus dem Haushalt des Landkreises sind für uns von großer Bedeutung. Von daher – auch hier nochmals – vielen Dank an alle genannten und ungenannten Sponsoren. Dieser Dank ist gleichzeitig verbunden mit der Bitte um weitere Unterstützung.  Sehr wichtig ist die als sehr gut einzuschätzende Zusammenarbeit mit den 17 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern unserer Verbandsgemeinden. Hierbei gilt der besondere Dank dem Vorsitzenden des Kreisverbandes des Sächsischen Städte –und Gemeindetages und Bürgermeister der Gemeinde Reinsdorf, der sehr viel Anteil an dieser guten Beziehung hat. Es besteht auch eine gute Zusammenarbeit mit unseren Landtagsabgeordneten und Feuerwehrmitgliedern Kerstin Nicolaus und Jan Löffler.

Zu Besuch im Landkreis Darmstadt – Dieburg

Seit mittlerweile vielen Jahren besteht eine Partnerschaft unseres Kreis – Feuerwehr – Verbandes und des KFV des Landkreises Darmstadt – Dieburg.

 

Am Samstag, dem 06.05.2017 fand in der Gemeinde Messel die Vollversammlung des

KFV Darmstadt – Dieburg statt. Für uns Anlass genug, diese für die Feuerwehren Da-Di

wichtige Veranstaltung als geladene Gäste zu besuchen.

So fuhren die Vorstandsmitglieder Matthias Hofmann, Ringo Golde, Horst Neubert und Michael Werner nach Hessen.

 

Dort angekommen, wurde unsere Delegation durch die anwesenden Feuerwehrleute auf das herzlichste begrüßt.

 

Um 14.00 Uhr begann dann die Vollversammlung.

Der offizielle Ablauf und Inhalt der Vollversammlung und der Wahl ist auf

www.KFVdadi.de nachzulesen.

 

Unser Verbandsvorsitzender überbrachte im Rahmen der Diskussion die kameradschaftlichen Grüße unser Mitglieder – Wehren.

 

Nach dem Ende der Veranstaltung hatten wir noch Gelegenheit, mit einigen uns bekannten Feuerwehrleuten noch ein paar Gespräche zu führen, bevor wir wieder in Richtung Heimat abreisten.

 

Es war für uns wichtig, diese Veranstaltung zu besuchen, um die Zusammenarbeit unserer beiden Feuerwehrverbände weiter zu intensivieren.

 

Wir freuen uns sehr, dass eine Delegation des KFV Da-Di zu unserem Festakt

„25 Jahre KFV Zwickauer Land“ am 24.06.2917 bei uns zu Gast waren.

 

Michael Werner

-Öffentl.-Arb.-

Heißausbildung 2017

Vom Montag, dem 24.04. bis zum Samstag, dem 29.04.2017 wurde auch in diesem Jahr die Heißausbildung für die Atemschutzgeräteträger des Landkreises Zwickau organisiert und durchgeführt.

Es wurden 8 komplette Ausbildungen realisiert.

Insgesamt waren es 118 Einsatzkräfte, die durch die Ausbilder der Flughafen – Feuerwehr Leipzig – Halle („Fire – Training –Center“) erst theoretisch und im Anschluss auch praktisch in dieses brisante Themengebiet eingewiesen wurden.

Im Speziellen ging es darum, den Brandrauch zu lesen und entsprechend darauf zu reagieren. So wurden unter anderem der Flash Over und auch der Blackdraft demonstriert und die Möglichkeiten des Eigenschutzes und der Bekämpfung der Rauchgase geprobt.

Man kann einschätzen, dass diese Ausbildung mit „richtigem“ Feuer eine sehr notwendige

und praxisnahe besonders für diejenigen Atemschutzgeräteträger ist, die bisher noch keinen bzw. wenig Kontakte mit diesem Medium hatten.

Gleichzeitig konnte sehr gut die Schutzwirkung, aber auch die Grenzen der persönlichen Schutzausrüstung am eigenen Leibe gespürt werden.

 

Der Ausbildungsort war, wie bereits im Vorjahr, das FTZ Wilkau – Haßlau für die theoretische Ausbildung und die Grünlandhalde der Stadt Wilkau – Haßlau als Standort des Feststoff – Brandcontainers für die praktische Ausbildung.

 

Großer Dank gilt der „1 – energie“, die durch ihr großes Sponsoring erst die Möglichkeit geschaffen hat, diese Maßnahme finanziell zu untersetzen.

Vielen Dank an die Stadt Wilkau – Haßlau für die Bereitstellung des Grundstücks und weiterer unterstützender Tätigkeiten.

Dank natürlich auch allen Ausbilder und Sanitätern und den LF - Maschinisten, die für die gute Organisation und Durchführung sorgten.

Weiterhin danke ich auch den hauptamtlichen Mitarbeitern des FTZs, die sowohl für

die Bereitstellung des Atemschutzes , aber auch für die Reinigung der Einsatzbekleidung

verantwortlich waren.

 

Abschließend kann man einschätzen, dass diese Ausbildung eine für alle Beteiligten sehr gelungen und lehrreich war.

 

Michael Werner

Heißausbildung 2016 im Landkreis Zwickau

Ermöglicht wurde diese Ausbildungsmaßnahme durch die Energieversorgungsfirma eins Energie in Sachsen GmbH & Co KG, die sich bereits in den vergangenen Jahren mehrfach für eine gute Ausbildung der Feuerwehrmitglieder der Region stark gemacht hat - so z. B. auch beim Maschinisten-Sicherheitsfahrtraining auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal und in diesem Jahr nun an der Heißausbildung mit einem mobilen Flash-OverContainer. Die Ausbildung begann mit einer theoretischen Einweisung, mit einer medizinischen Voruntersuchung und der Vorbereitung auf  das, was die Atemschutzgeräteträger im Container erwarten wird. In einem Film wurden nochmals die sechs Phasen eines Brandes erörtert und besonders auf das „Rauchlesen" eingegangen, was für die Praxis von großer Bedeutung ist, um schnell und effektiv reagieren zu können. Dann wurde es heiß, bei einer 45-minütigen Wärmegewöhnung konnten sich die Atemschutzgeräteträger sowohl an die Hitze gewöhnen als auch erkennen, welche Temperaturen die PSA tatsächlich aushält und dass man Vertrauen in diese haben kann. Nach einer kurzen Pause ging es nun zum eigentlichen „Brand", der durch die brennenden Europaletten mit einer starken Rauchentwicklung einherging. Für viele der jungen Atemschutzgeräteträger war der simulierte Brand der erste dieses Ausmaßes, doch dank der guten Einweisung und der Ausbilderhinweise gut zu beherrschen. Aufgrund der zunehmenden technischen Hilfeleistungen im Einsatzgeschehen ist es unverzichtbar, reale Erfahrung in der Brandbekämpfung zu sammeln. Alle 130 Atemschutzgeräteträger, die in insgesamt acht Durchgängen diese Heißübung absolviert haben, werden die gemachten Erfahrungen auch als Multiplikatoren in ihre Heimatwehren mitnehmen. Der Dank der Teilnehmer gilt dem Landkreis Zwickau, der Stadt Wilkau-Haßlau, dem Kreisverband des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, allen ehrenamtlichen Ausbildern, dem Technischen Dienst des Landkreises, der die Logistik absicherte, der FF Vielau, die die Wasserversorgung mittels des TLF 4000 sicherstellte, und natürlich nochmals der Fa. eins Energie für die großzügige finanzielle Unterstützung. Auch in den nächsten Jahren bleibt es wichtig, Heißausbildung im Landkreis Zwickau durchzuführen, um über gut ausgebildete und auf Brände geschulte Einsatzkräfte zu verfügen.

Michael Werner
KFV Zwickauer Land e.V.

Foto: Kristin Schmidt